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Aktuelles

Verladung des anfallenden Materials im Rahmen der Entfernung des Adlerfarns (Foto: Landkreis Cuxhaven)

GAK-Projekt 2026 begonnen

Mit der Entfernung von Schilf und von Adlerfarn am Wollingster See konnte die Ökologische Station Cuxland im September 2026 mit der Umsetzung des umfangreichen GAK-Projektes 2026 beginnen.

 

Das Projekt umfasst mehrere Maßnahmenbereiche im Ahlenmoor, am Bülter See sowie den Wollingster See und hat die Entwicklung bzw. Herstellung von hochwertigen Moor- und Gewässerlebensräumen im Landkreis Cuxhaven zum Ziel. Es wird von der Ökologischen Station Cuxland in der Naturschutzstiftung geleitet und fachlich gesteuert, unterstützt durch die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Cuxhaven. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Bundes und des Landes Niedersachsen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) und hat ein Finanzvolumen von rund 1.600.000 €.

Maßnahmen für die spezifische Ufer- und Heidevegetation am Wollingster See

Der Wollingster See ist ein nährstoffarmer Heidesee und war noch in den 1930er Jahren von einer offenen Heidelandschaft umgeben. Er beherbergt aufgrund seiner Entstehungsweise und standörtlichen Gegebenheiten eine Vielzahl an typischen Pflanzen- und Tierarten, die heute z.T. sehr selten und stark gefährdet sind. Dazu gehört auch eine Ufervegetation, die sich aus den seltenen Pflanzenarten des Europäischen Strandlings (Littorella uniflora), Wasser-Lobelie (Lobelia dortmanna) und dem See-Brachsenkraut (Isoetes lacustris) zusammensetzt. Diese Strandlingsvegetation gehört zu den am stärksten bedrohten Pflanzengesellschaften Mitteleuropas. Sie ist auf kalk- und nährstoffarmes, klares Wasser angewiesen und leidet heute u.a. stark unter diffusen atmosphärischen Stoffeinträgen, Einträgen aus der Intensivlandwirtschaft der umliegenden Flächen und in der unterschiedlichen Freizeitnutzung.

Um diese Vegetation zu erhalten, müssen Maßnahmen zur „Sanierung“ durchgeführt werden. Firma Kulturtiefbau Jens Meyerherm lässt deshalb seit September 2026 die Bagger rollen.

Um die spezielle Ufervegetation zu fördern, werden die Uferbereiche von aufkommenden Gehölzen befreit, das Schilfröhricht in ausgewählten Abschnitten des Sees und die Adlerfarnbestände am Seeberg per Bagger entfernt und abgefahren. Zusätzlich wird in den Altheidebeständen südlich des Sees Mahdgut gewonnen und auf den abgeschobenen Sandflächen zur Ansaat verteilt.

Nicht nur die Flora profitiert von den Maßnahmen, sondern auch die Fauna. Durch die Maßnahmen werden auch Habitate für verschiedenste Reptilien- und Amphibienarten wie Schling- und Ringelnatter, Kreuzotter, Waldeidechse und Blindschleiche sowie für den Moorfrosch geschaffen.

Hunde gehören im Naturschutzgebiet an die Leine

Neben der positiven Entwicklung der Maßnahmen ist leider verstärkt zu beobachten, dass immer mehr Menschen mit Hunden den See als Ausflugsziel nutzen und dabei die Regelungen der Naturschutzgebiets-Verordnung explizit missachten. So kommt es verstärkt vor, dass die Menschen trotz Beschilderung mit unangeleinten Hunden über die Schafsweide laufen oder ihre Hunde im See baden lassen. Daraus resultiert die Überlegung, ein vollständiges Hundeverbot am See auszusprechen. Wir plädieren an alle Hundebesitzer am See, sich an die Regelungen zu halten.

 

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Verladung des anfallenden Materials im Rahmen der Entfernung des Adlerfarns (Foto: Landkreis Cuxhaven)

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Kreuzotter-Jungtier (Foto: Landkreis Cuxhaven)

 

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Beseitigung von Adlerfarn am Seeberg (Foto: Naturschutzstiftung des Landkreises Cuxhaven)

 

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