Monitoring von Moorwasserständen

Förderzeitraum:2019-2021

Dem Wasser auf der Spur

Durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Landes Niedersachsen im Programm „Klimaschutz durch Moorentwicklung“ erhält die Naturschutzstiftung eine Förderung für die Einrichtung von Moorwassermessstellen in den Mooren des Landkreises Cuxhaven.

Monitoring von Moorwasserständen (ZW6-85035387): Aufbau eines Messstellennetzes zur Feststellung des Ist-Zustanden, der Optimierung von Wiedervernässungsvorhaben und Erfolgskontrollen von Maßnahmen in den Mooren des Landkreises Cuxhaven

Ziel und Finanzierung

Im Rahmen des durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachen Programmregion Übergangsregion, Förderperiode 2014-2020, Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung des Klimaschutzes durch Verringerung der Freisetzung von Treibhausgasen aus Böden mit hohen Kohlenstoffgehalten geförderten Projektes „Moorwassermonitoring“ (ZW6-85035387) sollen in 20 Mooren des Landkreises Cuxhaven Messstellen zur automatisierten Überwachung der Moorwasserstände eingerichtet werden. Das Projekt läuft vom Oktober 2019 – Juni 2021.

Ziel dieses Projektes ist es, durch die Erhebung von Messdaten zum Wasserregime in den Mooren den Grundstein dafür zu legen, dass Maßnahmen effizienter und mit maximalem Nutzen für Natur und Klima umgesetzt werden können.

Fachlicher Hintergrund

Um den Erfolg einer Naturschutzmaßnahme langfristig beurteilen zu können, müssen geeignete Parameter als Indikatoren für eine Gebietsentwicklung festgelegt werden. Für Moore ist der Grundwasserstand unter Flur eine entscheidende Messgröße. Momentan sind im ganzen Landkreis jedoch keine systematischen Dauerbeobachtungseinrichtungen zur Dokumentation der Wasserhaushalte vorhanden. Doch nur, wenn auf Dauer Wasserstände erreicht werden, die in etwa den Sollkurven für Moore entsprechen, kann von einer dauerhaften, erfolgreichen Renaturierung gesprochen werden.

Aus diesem Grund ist die Erfassung des hydrologischen Zustandes der Moore von grundlegender Bedeutung für das Verständnis von Moorökosystemen. Torfwachstum, Torfsackung sowie Torfzersetzung sind in hohem Maße mit dem Wasserregime eines Moores verknüpft. Entwässerte und degenerierte Moorböden sind Quellen von Treibhausgasen, da durch den minimierten Wasserstand Zersetzungsprozess in Gange gesetzt werden. Natürliche und naturnahe Moore hingegen wirken als Stoffsenken, indem sie Treibhausgase aus der Luft binden und in wachsenden Torfschichten langfristig festlagern.

Zusätzlich können Messeinrichtungen in Mooren auch die Akzeptanz der Bevölkerung von Wiedervernässungen fördern, indem zum einen gezeigt werden kann, dass die Maßnahmen keine Auswirkungen auf die umgebenden landwirtschaftlichen Flächen haben, sich aber zum anderen sichtbar in den Gebieten bemerkbar machen.

Projektverantwortliche

Das Projekt wird durch die Naturschutzstiftung des Landkreises Cuxhaven durchgeführt und durch das Naturschutzamt des Landkreises Cuxhaven sowie dem NLWKN (Bst. LG, GBIV und Bst. STD) und dem LBEG fachlich begleitet.