Zum Hauptinhalt springen

NEOG-Förderung 2026

Förderzeitraum: 2026 - 2028
Aktionen zur Verbesserung am Wollingster See / Silbersee

Durch die Bewilligung von Mitteln des Landes im Rahmen der Richtlinie "Förderung von Vorhaben der naturnahen Entwicklung der Oberflächengewässer (NEOG); Seenentwicklung" hat die Ökologische Station in der Naturschutzstiftung Mittel für drei verschiedene Projekte am Wollingster See und Silbersee zur Verfügung.

Es wurden folgende drei Projekte bewilligt:

  1.  Monitoring und Sanierungskonzept Silbersee bei Wehdel (BauP Nr. 26-063)

Ziel des Projektes ist ein detailliertes Monitoring der Wasserchracteristik des Silbersees. Ziel der Untersuchungen ist es, anhand von Wasser- und Nährstoffbilanzen für den Silbersee Maßnahmen zur Verbesserung abzuleiten und – insbesondere für die bereits diskutierten Maßnahmen – deren technische und wirtschaftliche Machbarkeit und zeitliche Reichweite darzustellen.

2. Umsetzung von Maßnahmen zur Förderung nährstoffarmer Verhältnisse im Silbersee 
bei Wehdel (BauPNr. 26-013) 

Um den Silbersee als oligothrophes Gewässer mit den typischen Pflanzen- und Tiergesellschaften langfristig zu erhalten, müssen Maßnahmen zu seiner Sanierung durchgeführt werden. Das Sanierungsideen beinhalten hierbei eine Verbesserung der Wasserqualität bzw. die Reduzierung der Nährstoffe im Gewässer sowie eine Verbesserung der Wachstumsbedingungen für die typische Flora.

Konkret sollen im Rahmen dieses Vorhabens Teile des Helophytengürtels inkl. Schlammauflage abgeschoben sowie andere Bereiche im Spätsommer gemäht werden.


Des Weiteren sollen möglichst große Anteile der Teichrose inkl. Wurzelstock aus dem Gewässer entnommen werden. Durch die Maßnahmen werden die in der Biomasse gebundenen  Nährstoffe aus dem Gewässer entnommen und somit die ursprünglich nährstoffarmen Bedingungen im Gewässer gefördert. Ggf. sollen einzelne Maßnahme in den nächsten Jahren in geringerem Umfang wiederholt werden.

Als weitere Maßnahme soll die bestehende Stauanlage südlich des Sees inkl. Abflussgraben so optimiert werden, dass der Wasserstand im See zukünftig rd. 15 bis 20 cm tiefer abgesenkt werden kann als aktuell. Hierdurch kann ein regelmäßiges Trockenfallen der Flachwasserzone initiiert und die organische Auflage im Bereich dezimiert werden. Gleichzeitig wird die Verfügbarkeit von Stickstioff und Phosphat in diesem Bereich verringert, was wiederum die Nährstoffarmut des Standortes unterstützt und den Isoetiden einen Standortvorteil bietet.

3. Sicherung der Strandlingsvegetation im Wollingster See durch Entnahme benthivorer Fische (BauP Nr. 26-183)

Gezielte Entnahme makrophytenbeeinträchtigender Arten, die nicht zur Zielfischfauna zählen.

Hierzu gehören Karpfen, Brasse, Güster (zumindest wenn höhere Anzahlen vorhanden sind) sowie gebietsfremde und potenziell makrophytenbeeinträchtigende Arten soweit vorhanden (z. B. Giebel, Graskarpfen).

Zur Entnahme größerer Mengen an Brassen und einzelner großer Individuen von Karpfen und Brasse wird der Einsatz von Stellnetzen empfohlen. Ggf. ist nach Auswertung der Ergebnisse eine Wiederholung oder der Einsatz weiterer Fangmethoden (ergänzend) sinnvoll (z. B. Großreusen, Spiegelnetze, Zugnetz). 

Förderung: