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Fledermausbunker

Förderzeitraum: 2019

Auf dem Projektgebiet Karolinenhöhe konnte mit Hilfe der Finanzierung durch die Hoppe-Stiftung ein alter Bunker zu einem Fledermausquartier umgestaltet werden.

Fledermäuse gehören bei uns zu den streng geschützten Arten. Die Gründe für ihre Gefährdung sind divers (siehe unten), natürliche Behausungen gibt es für diese Arten jedoch immer weniger. Um dem entgegenzuwirken, hat die Naturschutzstiftung des Landkreises Cuxhaven ein Projekt ins Leben gerufen, in dem künstliche Nisthilfen geschaffen wurden. Die Planung und Durchführung geschah dabei durch die Naturschutzstiftung, während die Ingrid und Wilfried Hoppe Stiftung , zusammen mit der NKG Hanseatische Natur- und Umweltinitiative e.V., für die Finanzierung sorgte.

Die Fledermäuse

Der ehemalige Bunker auf dem Gelände der Karolinenhöhe in Bad Bederkesa wird verschiedenen Fledermausarten zukünftig ein Zuhause bieten.

Fledermäuse zählen nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu den streng geschützten Arten. In den letzten Jahrzehnten ist ihr Bestand stark zurückgegangen. Gründe dafür sind unter anderem der Quartierverlust durch Dachsanierung und die Uniformierung der Landschaft, mit der ein erheblicher Nahrungsverlust einhergeht. Vorrangig ernähren sich die Fledermäuse nämlich von Insekten.

In Deutschland ist das Vorkommen von 22 Fledermausarten bekannt. Im Landkreis Cuxhaven (ohne Stadt Cuxhaven) sind davon elf Fledermausarten nachgewiesen. Regelmäßig beobachtet werden unter anderem die Zwergfledermaus, die Rauhautfledermaus, die Breitflügelfledermaus und der Großer Abendsegler.

Natürliche Winterquartiere wie Höhlen und Stollenanlagen sind aufgrund der geographischen Gegebenheiten selten, der Schaffung von Überwinterungsmöglichkeiten in Gebäuden kommt somit ein herausragender Stellenwert zu. Die Naturschutzstiftung des Landkreises Cuxhaven hat demnach zur Stärkung der Fledermauspopulation den ehemaligen Bunker auf dem stiftungseigenen Grundstück „Karolinenhöhe“ in Bad Bederkesa zu einem ganzjährig nutzbaren Fledermausquartier umgebaut.

Zu den Umbaumaßnahmen zählt unter anderem die Herstellung einer freistehenden Mauer. Diese soll den Bunker einerseits in sich strukturieren, um ein gewisses Mikroklima zu schaffen, andererseits soll sie Spaltenquartiere für die Fledermäuse bereitstellen. Hierzu wurden Steine und Mörtel unsauber übereinandergeschichtet, sodass Spalten und Löcher entstehen konnten. Steine an der Decke sollen den Fledermäusen zusätzlich das freie Hängen ermöglichen. Der Eingangsbereich wurde zugemauert und mit Einflugschlitzen sowie einer verschließbaren Klappe für Kontrollzwecke versehen. Das Quartier soll nämlich auch genutzt werden, um Fledermäuse bei Notrettungen (z.B. bei Gebäudeabrissen) in dieses Quartier umsiedeln zu können.

Die hohe Luftfeuchtigkeit im Bunker bildet die Voraussetzung für die Eignung als Winterquartier. Aber auch als Wochenstube und als Übergangsquartier kann der Bunker ganzjährig genutzt werden. Im angrenzenden Naturschutzgebiet „Fleckenhölzer“, welches aus geschützten Eichen-Buchen-Wäldern besteht, können die Fledermäuse ideal auf Jagd nach Insekten gehen.

Gallerie Fledermausbunker

Naturschutzstiftung Cuxhaven Foerderung Fledermausbunker 06
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